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Jean Norton Cru tegen misplaatste romantiek

 
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Auteur Bericht
Ernst Friedrich
Gast





BerichtGeplaatst: 25 Jul 2006 21:02    Onderwerp: Jean Norton Cru tegen misplaatste romantiek Reageer met quote

Duitse jongetjes luistereden in de jaren dertig met ingehouden adem als vaders, ooms en buurmannen herinneringen ophaalden aan de oorlog.
En de verontwaardiging over de schande van Versailles nam al dadelijk bezit van het gehele gezelschap.
Anderen sloeg de schrik om het hart. De Duitse vertaling van Cru zal denkelijk uit het midden van de jaren dertig zijn.
Over de waarheid als antidotum.

V O R W O R T
Im Oktober 1929 erschien in Paris em umfangreiches Buch “Témoins”. Jean Norton Cru gab darin eine kritische Studie über die den Weltkrieg behandelnde Kriegsliteratur. Diese Kritik bedeutete wirklich eine Krisis, d. i. ein Gericht über sie im Dienste der Wahrheit. Und diese Kritik schlug ein.
1931 läszt Cru ein zweites Buch folgen: ,,Du Témoignage”. Es verteidigt Seine Methode und liefert darnit einen prinzipiellen Beitrag zur Wissenschaft vom Kriege. ndem es eine Reihe urkundlicher Berichte von der Front wiedergibt, eröffnet es zugleich unmittelbaren Einblick in die Psyche des Frontsoldaten.
Beide Teile des Buches sind für uns Deutsche von hohem Wert.
Was die urkundlichen Mitteilungen aus dem Felde betrifft, so brauchen wir uns nur darauf zit besinnen, was für eine Bedeutung das Fronterlebnis noch heute in unsrer öffentlichen Diskussion hat. In politischen Versammlungen und sonst beruft sich der Redner gern und mit Leidenschaft, wenn er drauszen gewesen ist, auf sein Fronterlebnis. Und wir, die wir zu alt oder zu jung waren, um damals mitzukämpfen, nehmen das mit Ehrfurcht zu Herzen; die vorgetragenen Ansichten des Redners gewinnen für uns damit ein Gewicht, das sie sonst nicht haben würden; jedenfails sinkt diesem Appel gegenüber unser Mut, dem Wackeren zu widersprechen. Sieht man aber näher zu, so zieht ein jeder dieser einstigen Kriegssoldaten aus seiner Erfahrung andre Schlüsse. Oft ist die Berufung auf seine kriegerische Vergangenheit nur ein rhetorischer Effekt. Und im Hörer bleibt die peinigende Frage zurück: Ja, was bedeutet eigentlich das Fronterlebnis? Was bedeutet es heute für mich, für die Nachkriegsgeneration, für mein Volk, für die Menschheit? Was war es um das Fronterlebnis? Was war es um den Krieg? — Diese Frage empfingt Antworten aus den Dokumenten des zweiten Teils des hier nunmehr deutsch vorliegenden Buches.
Der erste Teil ist von ganz anderem Interesse. Er erklärt nicht nur den landläufigen Kriegsgeschichten, nein auch der üblichen Kriegsgeschichte den Krieg und führt ihn rücksichtslos. Allein im Dienste der Wahrheit. Wo sind die Urkunden eurer Erzählung? fragt Cru. Aus welchen Quellen flieszen eure Kenntnisse und Vorstellungengen? Habt ihr ihre Zuverlässigkeit gründlich geprüft? ihren Wert richtig abgestuft? Habt ihr Mythus, Legende, Anekdote (so wichtig oder amüsant sie an ihrem Orte sein mögen) gewissenhaft ausgeschieden, wo ihr nichts andres geben solltet und wolltet als die Wahrheit? Das was war und wie es war?
Ich glaube, die Kriegsliteratur aller Völker hat sich diesem Gericht zit beugen. Weniger Poesie, weniger Phantasie, weniger Pathos und Pectus, mehr nüchterne Wiedergabe der Wirklichkeit ist es, was die Völker brauchen. Sie laufen ja, was den Krieg betrifft, noch heute in lauter Dunst und Dunkel dahin.
Wir Deutschen nehmen noch ein drittes Interesse an diesem Buch. Unsre Zukunft, wie die Zukunft unsrer ganzen europäischen Völkerwelt hängt davon ab, dasz wir das richtige Verhaltnis zu Frankreich finden. Nun ist hier das Werk eines Franzosen, das uns tief hineinschauen läszt in die französische Mentalität. Sind wir denn so verschiedenen Geistes, dasz wir fortfahren müssen, uns zu misztrauen, und an künftige Kriege zu denken? Ihr deutschen Frontkämpfer, lest die Zeugnisse dieser Briefe: ist das nicht ,,Bein von eurem Bein, Fleisch von eurem Fleisch”? Nicht nur gleiches Schicksal, sondern auch gleiches Empfinden, Wollen und Urteilen? Und zu der schnell fertigen Meinung, Cru sei doch nur ein Einzelner, und eine Schwalbe mache keinen Sommer: mir liegen 24 Besprechungen des Buches aus groszen und kleinen französischen Zeitungen vor, die alle der Anerkennung und Zustimmung voll sund: nein, wir haben nicht Extravaganzen eines Outsiders vor uns, sondern wirklich Stimme aus unserm Nachbarvolke selber.
In Paris wurde am selben Tage, am 8. Juli, sowohl von Herriot wie von unserm Reichskanzler von Papen und unserm Auszenminister Neurath eine Abordnung der Ciamac empfangen, d. i. der ,,Internationalen Arbeitsgemeinschaft der Kriegsbeschädigten und Kriegsteilnehrner”. Sie umfaszt rnehr als 4 Millionen Mitglieder aus Kriegserfahrenen aller europäischen Länder. Wiederholte Beschlüsse der Ciamac haben gefordert, dasz der deutsch-französische Gegensatz, der die Ursache so viel er Kriege in Europa gewesen ist, endlich verschwinde und an seine Stelle eine enge Zusamrnenarbeit der beiden benachbarten Völker trete. Denn nur diese Zusammenarbeit könne den europäischen Frieden und die Wiederbelebung der Wirtschaft verbürgen. Die Deputation mutete den Regierenden zu, sich
ein Beispiel an denen zu nehmen, die vier Jahre lang in den Schützenggräben einander gegeniiber gelegen haben und doch als Erste den Mut fanden, den Geist der Feindseligkeit zu überwinden, vertrauensvolle Beziehungen wieder anzuknüpfen ,und ohne Groil miteinander zu arbeiten. Sie bekannte sich zu dem deutsch-französischen Einvernehmen als der besten Bürgschaft für den europäischen Frieden. — Weicher verständige zweifelt daran, dasz das wäre? Und warum ist es so schwer, zu einem solchen Einvernehmen zu kommen?
Ich bin glücklich, ein Buch wie das von Cru im Namen meiner Volksgenossen begrüszen und befürworten zu dürfen.
Möge es die Leser finden, die es verdient, und vor allem denen, die über den Krieg und über jenen unsern Krieg reden und schreiben, das Gewissen schärfen. Vielleicht ist Gewissenhaftigkeit in keiner Wissenschaft nötiger und schwerer als in der Kriegsgeschichte.

Ma r t in R a de, Professor der Theologie in Marburg
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Patrick Mestdag
Moderator


Geregistreerd op: 30-5-2005
Berichten: 5596
Woonplaats: De Pinte

BerichtGeplaatst: 25 Jul 2006 22:03    Onderwerp: Reageer met quote

Quote:
Wo sind die Urkunden eurer Erzählung? fragt Cru. Aus welchen Quellen flieszen eure Kenntnisse und Vorstellungengen? Habt ihr ihre Zuverlässigkeit gründlich geprüft? ihren Wert richtig abgestuft? Habt ihr Mythus, Legende, Anekdote (so wichtig oder amüsant sie an ihrem Orte sein mögen) gewissenhaft ausgeschieden, wo ihr nichts andres geben solltet und wolltet als die Wahrheit? Das was war und wie es war?
Ich glaube, die Kriegsliteratur aller Völker hat sich diesem Gericht zit beugen


Bovenstaande is wel de kernvraag
waaruit Norton Cru vertrekt bij zijn
boekenbesprekingen/analyses van zijn oeuvre Temoins .
zie als vb : Roland Dorgeles op ¾ van het topic Franse literatuur
http://www.forumeerstewereldoorlog.nl/viewtopic.php?t=4809

Peter stamt het stuk die je post uit de interbellum periode ?
Lees ik goed is Norton Cru ooit in het Duits vertaald ?
dat zou me verwonderen .

@+
Patrick
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Ein Schlachten war’s, nicht eine Schlacht zu nennen“ Ernst Junger .
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Ernst Friedrich
Gast





BerichtGeplaatst: 25 Jul 2006 23:08    Onderwerp: Cru in het Duits: Grand cru Reageer met quote

Grand Cru, vind je niet. Zo'n bezorgde theoloog steelt dadelijk m'n hart. Handelaar in hoop. Die dan de strenge Cru introduceert. 'k Moet nog eens op zoek wanneer deze vertaling uitgegeven is. Het likkt duidelijk dat Rade de bui ziet hangen ...

[img][/quote]
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Patrick Mestdag
Moderator


Geregistreerd op: 30-5-2005
Berichten: 5596
Woonplaats: De Pinte

BerichtGeplaatst: 26 Jul 2006 8:27    Onderwerp: Reageer met quote

Wow , kaft ziet er wel 30 jaren uit , maar dat is het
tweede boek Du Témoignage (bezit ik niet)
en niet Temoins me dunkt .

@+
Patrick
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