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De Agadir crisis (1911)

 
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Auteur Bericht
Paddy



Geregistreerd op: 9-11-2007
Berichten: 9287
Woonplaats: Idiot Trench, Dendermonde

BerichtGeplaatst: 14 Jan 2008 15:09    Onderwerp: De Agadir crisis (1911) Reageer met quote

De Agadir crisis (1911)

In het voorjaar 1911 stuurt Frankrijk troepen naar Fes, de hoofdstad van Marokko, dit om een opstand tegen de Sultan de kop in te drukken en om landgenoten te beschermen. Op 23 april trekken Frans en Algerijnse troepen Marokko binnen en bezetten de hoofdstad.
Omdat het niet geïnformeerd werd en zich bedreigd voelde in zijn handelsbelangen stuurde Duitsland op 2 juli de “Kanonenboot” Panther naar de haven van Agadir.
Groot-Brittannië liet zich in het openbaar ontvallen dat het nooit zijn eerste plaats onder de naties zou opgeven en er daarom niet zou voor terugschrikken om een oorlog te beginnen. Een deel van het leger werd in staat van paraatheid gebracht en de Britse generaal Henry Wilson werd naar Parijs gezonden. Hij zou daar helpen om eventuele Frans-Britse militaire acties tegen Duitsland te coördineren.
Op 4 november 1911 komt men uiteindelijk tot een akkoord. Het Franse protectoraat over Marokko wordt door Duitsland herkend. In ruil krijgen de Duitsers 250 000 km² gebied in Frans-Congo.

De aanhangers van de revanche gedachte in Frankrijk voelden dit aan als een overwinning. Duitsland voelde zich bedrogen door de ergerlijke samenzwering van Frankrijk en Engeland en zou in de toekomst een meer agresieve houding aannemen in zijn buitenlandse politiek.

http://forumeerstewereldoorlog.nl/viewtopic.php?t=12733&highlight=
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Patrick De Wolf
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Yvonne
Admin


Geregistreerd op: 2-2-2005
Berichten: 45458

BerichtGeplaatst: 30 Mrt 2012 22:53    Onderwerp: Reageer met quote

1911 : La crise d’Agadir et les débuts de l’avant-guerre de 1914

Im Rahmen der Donnerstagsvorträge (les Jeudis de l’actualité historiographique) fand im DHI Paris am 27. Oktober eine Table-ronde mit Jean-Jacques Becker, Jean-Marc Delaunay und Gerd Krumeich über die Agadir-Krise 1911 und die Anfänge der Vorkriegszeit statt. Ziel war eine Analyse der Stellungnahmen und Reaktionen Frankreichs, Spaniens und Deutschlands auf die wohl dramatischste diplomatische Krise der Vorkriegszeit.


Wie Jean-Jacques BECKER (Paris X – Nanterre) in seinem Vortrag betonte, wurde der berühmte Panthersprung, der saut de la Panthère, als Provokation und hochgradig unfreundlicher Akt empfunden. Dennoch kam es zu Verhandlungen mit Deutschland, die im November 1911 zu einem Abkommen zwischen den beiden Kontrahenten führten. Berlin erklärte sich bereit, Frankreich in Marokko freie Hand zu lassen, Frankreich trat im Gegenzug Gebiete in Äquatorialafrika – vor allem in frz. Kongo – an Deutschland ab abtreten würde.

BECKER wies darauf hin, dass die Krise im Hinblick auf die Presse zuerst keine übertriebenen Reaktionen hervorrief; auch die Novemberabkommen wurden mit einer gewissen Ruhe empfangen. Es wurde viel von Krieg gesprochen, aber eher auf einer imaginären Ebene, als ob der Ausbruch kriegerischer Auseinandersetzungen eher unwahrscheinlich wäre. Hingegen können kritische Stellungnahmen entweder in Bezug auf das Verhalten der französischen Regierung oder der aggressiven Haltung Berlins beobachtet werden. Stellvertretend für die französischen Sozialisten gab Jean Jaurès der einseitigen französischen Verletzung des Abkommens von Algeciras die Schuld am Ausbruch der Krise. Die Nationalisten protestierten gegen diese Lesart mit dem Verweis auf den Verlust der afrikanischen Besitzungen. Was die französische Öffentlichkeit am meisten bewegte, war aber eindeutig die Tatsache, dass Frankreich der deutschen Erpressung in gewisser Weise nachgab, und einen Teil seiner Besitzungen in Kongo an das Deutsche Reich abtrat. Die französische Öffentlichkeit sei nicht bereit, sich ein weiteres Mal von Berlin drohen zu lassen, erklärte die Écho de Paris. Darin, so BECKER, drücke sich die Sorge der französischen Bevölkerung vor den Absichten Deutschlands aus, zugleich aber auch die Entschlossenheit, in Zukunft der deutschen Politik unnachgiebiger zu begegnen.

Der zweite Vortrag des Abends wurde von Jean-Marc DELAUNAY (Paris III – Sorbonne nouvelle) gehalten und konzentrierte sich auf die Rektionen Spaniens in der Agadir-Krise. Der Historiker bezeichnete die zweite Marokkokrise als eine „deutsche Krise einer spanisch-französischen Beziehung“ und argumentierte überzeugend, dass eine Betrachtung Spaniens für die Bewertung der Krise besonders wichtig sei.

Spanien besaß in der Tat fünf Gebiete in Marokko. Als der marokkanische Sultan die Franzosen auf Grund der Aufruhen einiger marokkanischer Stämme im Mai 1911 um Hilfe rief (Besetzung von Fez im Frühjahr 1911), antworteten die Spanier einige Woche später mit der Entsendung eigener Truppen nach Larache, da sie im Falle einer verstärkten Präsenz französischer Soldaten eine Ausweitung der französischen Einflusssphäre befürchteten. Inzwischen hatte Deutschland von dem 1904 geschlossenen spanisch-französischen Pakt erfahren, mit dem beide Länder die gemeinsame Teilung Marokkos vorgesehen hatten. Dieses Abkommen drohte nun Realität zu werden. Ohne die spanische Intervention in Larache, so spitzte der Spanienexperte Delaunay seine These zu, wäre es nicht zum Panthersprung nach Agadir gekommen.

Der Vortrag von Gerd KRUMEICH (Düsseldorf) behandelte die deutsche Wahrnehmung der zweiten Marokkokrise. Zwischen März und Mai 1911 verriet die deutsche Regierung ihre Absichten in Marokko nicht und schien die französische Besetzung Fez’ hinzunehmen. Teile der deutschen Öffentlichkeit wartete auf eine Reaktion der Regierung. Als diese nicht kam, klagten sie, die Gelegenheit, Deutschland zu einer Weltmacht zu erheben, sei schon wieder verpasst worden. Das rechte Lager begann, sich zu mobilisieren, und die Forderung zu vertreten, Deutschland müsse seine Interessen entschlossener verteidigen. Nimmt man diese Sorge um die Verteidigung der Interessen des Reichs mit dem Wunsch nach Expansion, wie er in Teilen der deutschen Öffentlichkeit vorhanden war, zusammen, versteht man die Euphorie, mit der die deutsche Öffentlichkeit die Entsendung des Kanonenboots Richtung Agadir begrüßte. Besonders die Pangermanisten erblickten darin eine längst überfällige Handlung der Regierung, die freilich zu keinem Zeitpunkt daran dachte, Marokko zu besetzen oder einen Krieg mit der Entente in Kauf zu nehmen. Die Entsendung der Panther sollte eine Machtdemonstration sein und die deutsche Verahandlungsposition gegenüber Frankreich stärken. Allerdings weckte sie massive Erwartungen, die durch das Abkommen mit Frankreich vom November 1911 nur enttäuscht werden konnten. Unter dem Strich habe die zweite Marokko-Krise in Deutschland das Gefühl der Einkreisung massiv befördert.

Wie Arndt WEINRICH in der anschließenden Diskussion betonte, endete die diplomatische Krise 1911 mit einer friedlichen Lösung. Die Mächte schienen eher daran interessiert zu sein, eine kriegerische Auseinandersetzung durch das Führen von Verhandlungen zu vermeiden. Hierzu erklärte KRUMEICH, dass ein Krieg 1911 gar nicht möglich gewesen wäre, da die Rüstungslage der späteren Kriegsparteien noch nicht reif für einen Krieg war – anders als es 1914 der Fall sein sollte. Darüber hinaus waren von der Krise nur die Interesse dreier Länder betroffen: die anderen europäischen Länder ließen Deutschland und Frankreich (sowie Spanien) unbehelligt agieren. KRUMEICH erklärte, niemand habe 1911 einen Krieg gewollt. Was die Krise von Agadir verursacht habe, sei eher eine Vorkriegsstimmung gewesen: laut dem deutschen Historiker fing die erste Vorkriegszeit tatsächlich erst mit der zweiten Marokkokrise an. Das hieße aber nicht, so Jean-Jacques BECKER, dass diese Krise den ersten Weltkrieg verursacht habe. Es gebe nämlich keine Schicksalshaftigkeit, die zum Krieg geführt habe; gleichwohl sei die Agadir-Krise im Hinblick auf die Entstehung einer Vorkriegs-Mentalität von großer Bedeutung gewesen.

http://grandeguerre.hypotheses.org/87
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