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Wilhelm II. verspricht den Deutschen herrliche Zeiten

 
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Auteur Bericht
Yvonne
Admin


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BerichtGeplaatst: 18 Apr 2011 20:55    Onderwerp: Wilhelm II. verspricht den Deutschen herrliche Zeiten Reageer met quote


Wilhelm II. verspricht den Deutschen herrliche Zeiten


Markante Daten(8). Im Jahr 1888 lösten sich drei deutsche Kaiser nacheinander ab. Wilhelm I. starb im März.

Von Helmut Caspar

Berlin. Drei Kaiser in einem Jahr, das hat es in der deutschen Geschichte nur einmal gegeben, und zwar im Dreikaiserjahr 1888. Am 9. März 1888 starb der greise Wilhelm I., der seit 1861 König von Preußen war und am 18. Januar 1871 in Versailles zum deutschen Kaiser ausgerufen wurde. Ihm folgte sein todkranker Sohn Friedrich III., der schon nach 99 Tagen, am 15. Juni 1888, starb. Diesem so genannten 99-Tage-Kaiser folgte Wilhelm II., erst 29 Jahre alt.

Niemand kann sagen, wie die Geschichte verlaufen wäre, wenn Wilhelm I. schon früher das Zeitliche gesegnet hätte und seinem liberal denkenden Sohn Friedrich III. mit seiner aus England stammenden Gemahlin Victoria eine längere Regentschaft beschieden gewesen wäre. So aber spielte der "ewige Kronprinz" nur eine Statistenrolle. In die Geschichte ging er als Förderer der Künste und Wissenschaften ein. Das nach ihm benannte Kaiser-Friedrich-Museum auf der Berliner Museumsinsel wurde nach Ende des Zweiten Weltkrieg nach dem berühmten Kunsthistoriker und Museumsdirektor Wilhelm von Bode benannt.

Die Kontributionen, die Frankreich als Verlierer des deutsch-französischen Kriegs von 1870/71 zahlen musste, kurbelten die deutsche Wirtschaft an. Es begannen die Gründerjahre, die vom Aufstieg großer Konzerne und Banken, aber auch von Firmenpleiten begleitet waren. Im Inneren verschärften sich die sozialen Konflikte und die Spannungen zwischen Staat sowie der liberalen und sozialdemokratischen Opposition beziehungsweise zwischen Staat und Kirche. Ob bei der Unterdrückung der Sozialdemokratie oder im Rahmen des "Kulturkampfes" gegen die katholische Kirche - Reichskanzler Otto von Bismarck setzte rücksichtslos preußische Interessen durch, achtete in der Außenpolitik jedoch auf die Balance zwischen Russland und England, den führenden Monarchien in Europa.

Als Friedrich III. gestorben war, schlug sein Sohn und Nachfolger Wilhelm II. schneidige Töne an. Der 1859 geborene Kaiser ging im Stil Friedrichs des Großen zum so genannten persönlichen Regiment über, trennte sich 1890 unter unschönen Umständen von Bismarck und setzte willfährige Kanzler und Minister ein. Er liebte pompöse Auftritte und war ständig unterwegs, was ihm den Spitznamen Reisekaiser eintrug. Indem er den Deutschen herrliche Zeiten und einen Platz an der Sonne versprach, legte er sich mit den damaligen Großmächten an. Die Vabanque-Politik, aber auch schwere Interessenkonflikte zwischen den Mächten, führten 1914 in den Ersten Weltkrieg und vier Jahre später am 9. November 1918 zum Ende der Monarchie.

Des Kaisers Steckenpferd war die Flotte. In seinen Augen lag des Reiches Zukunft "auf dem Wasser". Auseinandersetzungen mit den anderen See- und Kolonialmächten waren unausweichlich, zumal das Reich verspätet, aber umso intensiver einen beachtlichen Kolonialbesitz zusammenraffte und auch vor Völkermord in Afrika und Asien nicht zurückschreckte. Leichtfertige und unüberlegte Brandreden trugen nicht gerade zur Popularität des Kaisers und des Deutschen Reiches in der Welt bei, das sich zu einer führenden Wirtschafts- und Wissenschaftsmacht entwickelte, letzteres übrigens durch nachhaltiges Zutun des Monarchen.

Nach der Ermordung des österreichischen Thronfolgerpaares am 28. Juni 1914 in Sarajevo schürte Wilhelm II., jedoch nicht er allein, die Kriegshysterie. Doch der Erste Weltkrieg war nicht, wie versprochen, schon zu Weihnachten 1914 siegreich beendet, sondern entwickelte sich zum mörderischen Kampf mit Millionen Toten. An seinem Ende stand die deutsche Niederlage und die seiner Verbündeten. Sämtliche deutschen Fürsten sowie der österreichische Kaiser Karl verloren ihren Thron.

Wilhelm II. flüchtete ins holländische Exil und versuchte von dort vergeblich die Wiederherstellung seiner Kaiserherrschaft. Nach 1918 zum Hauptkriegstreiber abgestempelt, blieb dem ExKaiser und seinen Generalen ein Prozess erspart. Die Siegermächte hatten kein Interesse, dass bei einem solchen Verfahren ihr Anteil am Ausbruch und mörderischen Verlauf des Kriegs ans Tageslicht kommt.

http://www.nordkurier.de/index.php?objekt=nk.wochenendkurier.geschichte&id=796498
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